Samstag, 04. Dezember 2021

Zeitungsstreik: Journalismus heißt, Fragen zu stellen

Heddesheim/Mannheim/Stuttgart, 03. August 2011. Die streikenden Redakteure beim MM stehen unter Druck - einerseits durch die Forderungen der Verleger. Aber ganz immens auch, weil das Produkt Zeitung nicht mehr ankommt. 1.500 Abos hat der MM im zweiten Quartal verloren. Die Auflage ist im Sinkflug. Auch das Anzeigengesch√§ft leidet. Der Vertrauensverlust der Leserinnen und Leser ist enorm. Angeblich streiken die Redakteure f√ľr "Qualit√§t" und fordern "Solidarit√§t". Man muss fragen, was sie damit … [Weiterlesen...]

Zeitungsstreik: Solidarität? Wieso, weshalb, warum?

Heddesheim/Mannheim/Stuttgart, 03. August 2011. Die streikenden Zeitungsredakteure fordern Solidarit√§t ein. Denn ihnen drohen Lohnk√ľrzungen und schlechtere Arbeitsbedingungen. Doch ist deren "Emp√∂rung" wirklich nachvollziehbar? Haben sie sich "Solidarit√§t" verdient? Von Hardy Prothmann Es gibt sie noch, die sehr guten Redakteure. Vereinzelt. Aber deren Einfluss ist gering. Sie haben schon l√§ngst keine Lobby mehr und im Zweifel finden die, die kritisch berichten und die Folgen tragen … [Weiterlesen...]

Zeitung: Was vom Streik √ľbrig bleiben wird

Heddesheim, 01. August 2011. Gestern war ein Fernsehteam vom SWR f√ľr das ARD-Morgenmagazin bei mir. Anlass: Redakteure und Drucker streiken, w√§hrend im Netz Lokalblogs als Konkurrenzangebote entstehen. Was ich davon halte, wollte der Kollege wissen. Hier die Langfassung. Von Hardy Prothmann Der Tarifstreit wird f√ľrchterliche Folgen haben. Heute war beispielsweise im Mannheimer Morgen eine ganze Seite √ľber den Ort Schriesheim von einer freien Mitarbeiterin. Nimmt man 30 Cent pro … [Weiterlesen...]

Schaffen statt streiken: Wie Journalisten der Zeitungskrise entkommen können

Mannheim/Rhein-Neckar, 28. Juni 2011. (red) K√ľrzungen, Arbeitsverdichtungen, Entlassungen - das sind die Schlagw√∂rter, die seit vielen Jahren die Redaktionen deutscher Zeitungsverlage bestimmen. Die Arbeit wird immer unertr√§glicher, das Produkt Zeitung immer banaler. Aktuell wird gestreikt, nicht f√ľr "mehr", sondern f√ľr "nicht noch weniger". Dabei ist Journalismus ein sch√∂ner Beruf, einer, den die meisten aus Leidenschaft ergriffen haben - ohne Idee, dass diese Entscheidung heute "Leiden … [Weiterlesen...]

Vergurkte Berichterstattung – Panikmache made by „Qualit√§tsjournalismus“

Mannheim/Weinheim/Heidelberg/Rhein-Neckar, 28. Mai 2011. (red) Die Erregung √ľber Erreger hat zwei Ursachen - einerseits ein Qualit√§tsproblem bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln. Andererseits ein Qualit√§tsproblem bei der Erzeugung von Nachrichten. Die Verbraucher sind verunsichert - als Konsumenten von Nahrungsmitteln. Dabei sollten sie als Konsumenten von Informationen viel vorsichtiger sein. W√§hrend man dem Darmkeim auf der Spur ist und erkrankte Patienten behandelt, zeigt sich, dass der … [Weiterlesen...]

Yes, we Seidl – oder warum der „Gegenkandidat“ Claudius Seidl der bessere ZDF-Intendant ist

Heddesheim/Mainz, 14. Mai 2011. Heute bin ich auf einen Text des Kollegen Claudius Seidl aufmerksam geworden - Herr Seidl bewirbt sich mit einem Artikel in der Sonntags-FAZ um den Posten als Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) in Mainz. Das ist nicht nur eine "au√üergew√∂hnliche" Idee, dass ist sogar eine ganz hervorragende Idee. Ob Claudius Seidl seine "Gegenkandidatur" wirklich ernst gemeint hat, ist vollkommen nebens√§chlich. Ich nehme seine Kandidatur ernst und offensichtlich … [Weiterlesen...]

Plagiator-Formel: Dreist, dreister, Journalist – wie Tageszeitungen tagt√§glich „beschei√üen“

Guten Tag! Rhein-Neckar, 13. April 2011. (red) Wenn Tageszeitungen √ľber die Plagiatsaff√§ren "zu Guttenberg" und aktuell Koch-Mehrin berichten, sollten sie allergr√∂√üte Zur√ľckhaltung √ľben. Denn gerade Zeitungsredaktionen plagieren t√§glich in gro√üem Umfang. Das Schm√ľcken mit "fremden Federn" geh√∂rt zum Tagesgesch√§ft. Ein Unrechtsbewusstsein darf als "nicht-vorhanden" bewertet werden. Von Hardy Prothmann Dem Betr√ľger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist zu recht die Doktorw√ľrde aberkannt worden. … [Weiterlesen...]

tazlab РGanz schön viele Holzköppe

Heddesheim/Berlin/Haus der Kulturen der Welt. Die tageszeitung und Der Freitag haben nach Berlin eingeladen - zum tazlab: "Die Revolution haben wir uns anders vorgestellt". Der Name passte, weil zwar viel von Revolution geredet wurde, tats√§chlich aber keine stattgefunden hat. Noch nicht, noch l√§ngst nicht, aber sicher irgendwann mal. So ist das mit Revolutionen - die lassen sich schlecht terminieren. Von Hardy Prothmann Die Revolution habe ich mir tats√§chlich anders vorgestellt: "Brauchen … [Weiterlesen...]

Warum die Partei der „Nicht-W√§hler“ ein Bl√∂dsinn ist

Heddesheim/Koblenz, 29. M√§rz 2011. Die Rhein-Zeitung (RZ) erfindet die "Partei der Nicht-W√§hler" und findet heraus, dass diese die "gr√∂√üte Partei" bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz stellen. Leider macht die Rhein-Zeitung damit ihren Leserinnen und Lesern klar, dass es innerhalb der Redaktion nur sehr eingeschr√§nkte Basiskenntnisse des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland und des Parteiensystems sowie des Wahlsystems gibt. Das ist f√ľr alle Leserinnen und Leser, die sich auf … [Weiterlesen...]

Wenn Ahnungslose √ľber Ahnunglose berichten, nennt man das heutzutage „Thema des Tages“

Heddesheim/Frankfurt/Tokio, 17. M√§rz 2011. "Hui, ich bin Thema das Tages", freut sich Daniel Bouhs, der f√ľr die Frankfurter Rundschau schreibt. Er freut sich, weil der DJV ihn lobt. F√ľr einen Bericht √ľber Berichterstatter, die √ľber Berichte anderer Berichte erstatten, wor√ľber Herr Bouhs bericht erstattet, was vom DJV bericht wird und dann "Hui, Thema des Tages" sein soll. Von Hardy Prothmann Mit Robert Hetk√§mper hat sich Daniel Bouhs, der "Hui, ich bin Thema des Tages"-Journalist (und … [Weiterlesen...]