Dienstag, 19. November 2019

Kommentar zu preisgekrönter „Reportage“: „Ein Schnitzel und viele Verlierer“

Heddesheim/Koblenz, 20. Mai 2011. Vor kurzem wurde dem Spiegel-Journalisten René Pfister der Henri-Nannen-Reportage-Preis aberkannt, weil der keine Reportage, sondern ein PortrĂ€t geschrieben hat. Naja - eigentlich, weil er in dem PortrĂ€t eine Situation schildert, die er nicht selbst erlebt hat. Aktuell hat Rena Lehmann (Rhein-Zeitung) den "Theodor-Wolff-Preis" fĂŒr die beste Reportage in einer Tageszeitung erhalten. Leider ist ihr Text noch viel weniger auf "eigenes Erleben zurĂŒckzufĂŒhren" und … [Weiterlesen...]

„Allah gut“ – Integrationserfahrungen eines Deutschen als Fremder im Aus- und Inland

Von Hardy Prothmann Ich bin in Ludwigshafen am Rhein geboren und in der Pfalz aufgewachsen. Schon in meiner Jugend wurde ich immer wieder als Fremder betrachtet. Einerseits, weil meine Eltern alle drei, vier Jahre umgezogen sind und ich mich als junger Mensch immer wieder auf neue Wohnorte und Menschen einstellen musste. Andererseits musste ich leidvoll erfahren, wie wichtig es ist, die Landessprache zu sprechen und wie sehr man ohne diese Kenntnis teils massiv diskrimiert wird. Sprache … [Weiterlesen...]

Der Fall Sarrazin: Das Dilemma kann gar nicht groß genug ausfallen

Von Hardy Prothmann Ich bin sehr froh, dass der Bundesbanker Thilo Sarrazin das Buch "Deutschland schafft sich ab" veröffentlicht hat. Denn dieses Buch ist ein Enthüllungsbuch im wahrsten Sinne des Wortes. Und das Beste daran: Man muss es noch nicht einmal gelesen haben und bekommt trotzdem seit über einer Woche eine Enthüllungsstory nach der nächsten frei Haus. Angefangen bei der Spiegel-Gruppe und den Springer-Medien über Talk-Shows bis hin zu den … [Weiterlesen...]