Mittwoch, 17. Juli 2019

„Entsetzlich unterrepr√§sentiert“ – √ľber die Krise der deutschen Krisenberichterstattung

Heddesheim, 11. August 2011. Der Reporter Wolfgang Bauer hat sich beim Reporter-Forum befragen lassen, was er bei seiner Arbeit in Krisengebieten erlebt hat. Er schildert sehr anschaulich die Bedinungen, unter denen gearbeitet werden muss und gibt Hinweise, was man tun sollte und was nicht. Der Audio-Beitrag ist mehr als h√∂renswert - vor allem, weil Wolfgang Bauer ehrlich, nachvollziehbar und ohne Eitelkeit auch nicht an Kritik spart. Deutsche Medien sind √ľberwiegend noch nicht einmal … [Weiterlesen...]

You call it „Reportergl√ľck“ – I call it „Desaster“

Die tagesschau "facebookt" kurz nach der Live-Schalte Hamburg/Kairo: "Reportergl√ľck". Weiter: "Der entscheidende Moment: ARD-Korrespondent live aus Kairo | tagesschau.de". Und weiter: "Jubel auf dem Tahrir-Platz in √Ągypten: ARD-Korrespondent Armbruster berichtete in der Tagesschau um f√ľnf live √ľber die ersten Minuten nach der Nachricht, dass Pr√§sident Hosni Mubarak zur√ľckgetreten ist." Von Hardy Prothmann Vermutlich knallten die Sektkorken in Hamburg. "Boah. Wie geil ist das denn? Wir … [Weiterlesen...]

Im W√ľrgegriff der Exklusivit√§t

Guten Tag! Heddesheim/Hamburg/Kairo/New York/Berlin, 08. Februar 2011. Spiegel online ver√∂ffentlicht am 06. Februar einen Artikel unter der Schlagzeile "Im Folterknast des Muchabarat". Der Autor: Chefreporter Matthias Gebauer. Der Ort: Kairo. Die Geschichte liest sich wild - und das ist sie auch. Wie sie genau-¬† entstanden ist, wird nicht klar. Beim Leser entsteht der Eindruck, sie kommt mitten aus dem Folterknast des journalistischen Nachrichtendienstes. Von Hardy Prothmann Es gibt … [Weiterlesen...]

Tunesische Bloggerin Lina Ben Mhenni: „Das Internet spielt eine f√ľhrende Rolle f√ľr die Revolution.“

Guten Tag! 07. Februar 2011. In der Berichterstattung ist es zu Tunesien ruhiger geworden, seit in Kairo demonstriert wird. Wir haben die tunesische Bloggerin Lina Ben Mhenni (27) gefragt, wie wichtig das Internet f√ľr die "arabische" Revolution war und ist, die in Tunesien ihren Anfang genommen hat. Lina Ben Mhenni arbeitet als Dozentin und √úbersetzerin an der Universit√§t Tunis und schreibt das Blog "A Tunesian Girl", das nicht nur in der arabischen Welt gro√üe Aufmerksamkeit findet. Interview: … [Weiterlesen...]

√Ągypten: „Vermutungen und Klischees sind immer das Gegenteil von Information.“

Guten Tag! 02. Februar 2011. Die Ereignisse in Kairo sind nicht unser "Berichtsgebiet" - wir schauen aber wie viele Menschen hier vor Ort auf das, was dort vor Ort passiert. Werden wir gut informiert? Daran gibt es erhebliche Zweifel, wie wir im Interview mit Christoph Maria Fr√∂hder erfahren. Und immer, wenn die Ereignisse sich √ľberschlagen, gilt die alte "Reporterweisheit": "Traue keinem." Vorbemerkung: Der freie Journalist Christoph Maria Fr√∂hder ist einer der renommiertesten deutschen … [Weiterlesen...]

Die verschleierte Frau und ihre unverschleierte Meinung

Von Hardy Prothmann Von mir aus kann jeder rumlaufen, wie er will. Jeder soll es selbst entscheiden - auch, wie er von anderen wahrgenommen wird, das entscheiden die schließlich auch selbst. Oder etwa nicht? Natürlich ist das eine abstrakte Sache, das mit dem Betrachten, das mit dem Wahrnehmen, das mit dem Denken und wie man das alles von einander entscheidet, um dann wieder seine Meinung aus den Einzelteilen zusammenzufügen. Bei der Young Media Summit 2010 in Kairo ist auch Reem … [Weiterlesen...]

Allah hopp – es geht nach √Ągypten

Von Hardy Prothmann Als gebürtiger Pfälzer spreche ich nicht wirklich arabisch, aber ein wichtiges Wort kenne ich: "Allah", was allerdings auf pfälzisch soviel wie "Also" heißt. Vom 01.-05. Oktober reise ich nun in die größte arabische Stadt der Welt: Kairo. http://de.wikipedia.org/wiki/Kairo Dort nehme ich am Young Media Summit teil - einer von der Deutschen Welle-Akademie in Zusammenarbeit mit dem Deutschland-Zentrum an der Deutschen Botschaft Kairo … [Weiterlesen...]

„Allah gut“ – Integrationserfahrungen eines Deutschen als Fremder im Aus- und Inland

Von Hardy Prothmann Ich bin in Ludwigshafen am Rhein geboren und in der Pfalz aufgewachsen. Schon in meiner Jugend wurde ich immer wieder als Fremder betrachtet. Einerseits, weil meine Eltern alle drei, vier Jahre umgezogen sind und ich mich als junger Mensch immer wieder auf neue Wohnorte und Menschen einstellen musste. Andererseits musste ich leidvoll erfahren, wie wichtig es ist, die Landessprache zu sprechen und wie sehr man ohne diese Kenntnis teils massiv diskrimiert wird. Sprache … [Weiterlesen...]