Sonntag, 24. September 2017

„So bekommen wir den Todesstoß“ oder die Sehnsucht danach

Die Weinheimer Nachrichten/Odenwälder Zeitung hat heute einen besonderen Text im Blatt – einen kritischen. Und sie stellt diesen ONLINE:

So bekommen wir den Todesstoß

So bekommen wir den Todesstoß

Ob der Text jetzt in den Weinheimer Nachrichten oder der Odenwälder Zeitung oder in beiden erschienen ist, kann man auf Grund der Twitter-Verlinkung und wahrscheinlich auch sonst nicht erkennen.

Der Artikel beschreibt die Verzweiflung von Einzelhändlern in Hemsbach, denen durch eine Baustelle der Umsatz wegbricht.
Ob das alles so stimmt, wie es im Text berichtet wird, sei mal dahingestellt. Denn es wird viel behauptet, aber wenig belegt.
Links, weiterführende Infos und all den Kram gibt es nicht.
Dafür aber eine Neuerung – die wnoz, gesprochen wnotz, bietet neuerdings eine Kommentarfunktion an.
Welcome to Web 2.0, doubleyou’NsynchOZ.
Ob seit heute oder gestern oder vorgestern? Keine Ahnung – aber die Kommentarfunktion ist frisch.
Das merkt man vor allem daran, wenn man kommentieren möchte. Denn die doubleyou’NsynchOZ willeswissen, wenn auch ein „Sie“ vergessen wurde:

Ich wollte gerne einen Kommentar schreiben. Doch dann traf mich das:

Schade auch: Kein Lob von meiner Seite ist für den Artikel möglich, kein Lob für dieses Marketing nötig.

Denn wnotz oder wahlweise doubleyou’NsynchOZ ist zu kompliziert für mich.

Einen Monat mitlesen? Umsonst? Und dann? Werde ich dann gesperrt oder kriege ich eine UnterlassungsnichtmehrmitlesenErklärung?

Zwei Monate umsonst? Null Euro? Was droht mir danach?

Zehn Euro für alles außer Print?

20+ Euro für „alles“ und noch „mehr“ für „mehr“ Geld?

Soll ich demnächst dafür zahlen, dass ich meine Meinung äußern darf? Ist die wnotz vollkommen bescheuert?

Die doubleyou’NsynchOZ versucht im Web 2.0 anzukommen und bleibt doch nur die wnotz.

Soll sie. Schade nur um das Lob. Denn beim Versuch, in die unendlichen Galaxien des Web 2.0 vorzustoßen scheint wnotz/doubleyou’NsynchOZ bereitwillig den Todesstoß durch wnotzismus empfangen zu wollen.

Schade auch – der Artikel hatte mir gefallen.

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