Mittwoch, 22. August 2018

Worauf meine Redaktion zu achten hat

Regeln und Ausnahmen

Mannheim, 30. November 2012. (red) Regeln sind dazu da, dass man sich dran hĂ€lt und sie ab und an bricht. Die Kirche hat dementsprechend ihre Gebote, meine Redaktion meine Regeln, die aber durchaus gerne ergĂ€nzt werden dĂŒrfen. Wer die Regeln fĂŒr sich selbst ĂŒbernehmen will, darf das gerne tun. Wer das Regelwerk ergĂ€nzen, anmerken, disktuieren möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Entweder hier in den Kommentaren oder auf Facebook im Threat.

Regel Nummer 1: Traue keinem!
Regel Nummer 2: Ohne Vertrauen geht nix!
Regel Nummer 3: Wende Regel Nummer 2 an, so oft es geht und Regel 1 immer.
Regel Nummer 4: Stell Dich doof.
Regel Nummer 5: Mach die Sinne auf.
Regel Nummer 6: Sei neugierig.
Regel Nummer 7: Lerne Fragen zu stellen und nicht Antworten wissen zu glauben.
Regel Nummer 8: Kontakte sind alles.
Regel Nummer 9: Informanten können sich auf Quellenschutz verlassen. Es gibt keine Ausnahme von dieser Regel bis auf StraftatbestÀnde.
Regel Nummer 10: Wir halten uns an die deutschen Gesetze. Es gibt keine Ausnahmen.
Regel Nummer 11: Checke jede Information.
Regel Nummer 12: Das mit den W-Fragen ist die Basis jedes Textes.
Regel Nummer 13: Der deutsche Satz besteht aus Subjekt – PrĂ€dikat – Objekt. Wir halten uns an die Regeln der deutschen Grammatik – außer ein Regelverstoß funktioniert besser.
Regel Nummer 14: Wer sich an Tageszeitungen orientiert und Blödsinn wie „Wettergott, FloriansjĂŒnger, Gerstensaft, Tabakgemeinde, Quadratestadt“ und Ă€hnlichen Mist schreibt, hat keine große Zukunft bei mir.
Regel Nummer 15: Fehler passieren. Daraus sollte man lernen. Wenn Fehler mehrmals hintereinander vorkommen, wirds echt blöd.*
Regel Nummer 16: Bis auf die ersten drei ist die Reihenfolge der Regeln egal.
Regel Nummer 17: Geh immer so nah wie möglich dran. Wenns brenzlig wird, gilt das Prinzip SYA (save your ass).
Regel Nummer 18: Wer Regel Nummer 17 anwendet, sollte drauf achten, dass er nicht den Überblick verliert. Deswegen sollte alles nicht nur aus der NĂ€he, sondern auch der Distanz betrachtet werden. Wem es gelingt, sich selbst beim Betrachten zu betrachten, ist ein sehr guter Beobachter.*

Schlussregel: Stelle nicht mehr Regeln auf als unbedingt nötig.*

Kursive ErgÀnzungen oder * von folgenden Personen:
Regel Nummer 15: Patrick G. StĂ¶ĂŸer
Regel Nummer 18: ErgĂ€nzt auf Anregung von Patrick G. StĂ¶ĂŸer

Schlussregel: Antje Thiel

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Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.