Sonntag, 24. September 2017

Quick and Dirty – Canon 600D beim ersten Videoeinsatz

Gerhard Kleinb√∂ck (SPD) und Uli Sckerl (Gr√ľne) beim "Dialogabend" im alten Rathaus.

Weinheim, 07. Oktober 2011. (red) Bei den „rheinneckarblogs“ gibt es ein neues Spielzeug, eine Canon 600D. Gestern war sie zum ersten Mal im Videoeinsatz. Hier das Ergebnis und eine Man√∂verkritik.

Von Hardy Prothmann

Canon oder Nikon ist wie evangelisch und katholisch. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, interessiert sich f√ľr Fakten.

Ger√§te m√ľssen bedienbar sein. Und bezahlbar.

Meine erste digitale Spiegelreflex war 2007 eine Canon 300D. Damals „legend√§r“ und heute immer noch gut zu benutzen. Die 300D sollte mich unterst√ľtzen, wenn kein Fotograf dabei ist.

Die Zeiten haben sich geändert. Heute sind Textreporter oft auch Fotografen. 2009 habe ich auf eine 450D gewechselt. Das brachte Fortschritt. In der Schnelligkeit und Bedienung. Aber in der Qualität? Klar, von 8 auf 10 Megapixel. Da geht mehr. Die Perspektive muss trotzdem stimmen. Und der Moment.

Seit einer Woche gibt es eine 600D – 18 Megapixel und vor allem Video „on board“. 580 Euro mussten bezahlt werden, 60 Euro f√ľr eine schnelle 16GB-Karte, 99 Euro f√ľr das „Plastik“-50mm. Nochmals 60 Euro f√ľr den Batteriegriff mit zwei Akkus. Der 430 Ex-Blitz wird √ľbernommen, ebenso das 18-270 Tamron-Objektiv.

Der klappbare Bildschirm hat den Ausschlag gegeben. In Zukunft soll er bei „Untersicht“, „Draufsicht“, „um die Ecke helfen. Bei diesem Video war er noch „angeklappt“.

Die Situation: Ein akustisch schlechter Raum. Parteiveranstaltung. Keine Extras. Internes Mikro. Kein Licht. Kein Stativ.

Und keine Brille Рdie brauche ich mittlerweile. Einige Unschärfen waren geplant, andere nicht.

Automatisch fokussieren ist unter diesen schlechten Bedingungen ein Gl√ľcksspiel. Also wird die Sch√§rfe meist per Hand gezogen. Arme statt einem Stativ aufgest√ľtzt.

Die Kamera nimmt willig auf. Beim Ton wird klar Рes geht. Man kann aus acht Metern Entfernung mit dem internen Mikro aufnehmen, besser wäre aber ein optionales Richtmikro. Ein Stativ hier und da vielleicht, es geht aber auch so.

Die „Optik“ eines Zooms bietet Vorteile – man muss nicht wechseln. Aber auch alle bekannten Nachteile, vor allem die Lichtst√§rke.

Die Situation bietet leider wenig „Schnibis“ – Schnittbilder. Ich mache ein paar, muss aber mit der Kontrolle der Bilder k√§mpfen – die Brille fehlt. Daf√ľr kann die 600D nichts.

Ein paar Szenen kriege ich nicht rein – nach kurzer Zeit klappt der Spiegel zur√ľck. Man muss die Kamera wieder in „Bereitschaft“ versetzen. Gut zu wissen – das muss man einplanen.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Kamera Рman kann ihr weder eigene Unzulänglichkeiten vorwerfen (Brille), noch schlechtes Licht, noch eine Kompromissoptik.

Als Canon-User finde ich mich sofort zurecht. Die 18 Megapixel zeigen eine andere Klasse auf, die sich lohnt. Die Video-Möglichkeiten werde ich austesten.

Erstaunlich: iMovie erkennt die Kamera nicht. Ich muss die Movies auf die Festplatte laden und von dort importieren.

Dann wird kurz und trocken geschnitten, getextet und eingesprochen. Achja, und eben nochmal ein neuer Kanal angelegt, denn bisher lief alles √ľber heddesheimblog – jetzt hat weinheimblog seinen eigenen youtube-Kanal.

F√ľr einen Einsatz unter sehr widrigen Bedingungen hat die Kamera den ersten Test sehr gut bestanden. Ich freue mich darauf, mit ihr eine Verbindung einzugehen.

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