Montag, 22. Oktober 2018

Quick and Dirty – Canon 600D beim ersten Videoeinsatz

Gerhard Kleinböck (SPD) und Uli Sckerl (GrĂŒne) beim "Dialogabend" im alten Rathaus.

Weinheim, 07. Oktober 2011. (red) Bei den „rheinneckarblogs“ gibt es ein neues Spielzeug, eine Canon 600D. Gestern war sie zum ersten Mal im Videoeinsatz. Hier das Ergebnis und eine Manöverkritik.

Von Hardy Prothmann

Canon oder Nikon ist wie evangelisch und katholisch. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, interessiert sich fĂŒr Fakten.

GerĂ€te mĂŒssen bedienbar sein. Und bezahlbar.

Meine erste digitale Spiegelreflex war 2007 eine Canon 300D. Damals „legendĂ€r“ und heute immer noch gut zu benutzen. Die 300D sollte mich unterstĂŒtzen, wenn kein Fotograf dabei ist.

Die Zeiten haben sich geÀndert. Heute sind Textreporter oft auch Fotografen. 2009 habe ich auf eine 450D gewechselt. Das brachte Fortschritt. In der Schnelligkeit und Bedienung. Aber in der QualitÀt? Klar, von 8 auf 10 Megapixel. Da geht mehr. Die Perspektive muss trotzdem stimmen. Und der Moment.

Seit einer Woche gibt es eine 600D – 18 Megapixel und vor allem Video „on board“. 580 Euro mussten bezahlt werden, 60 Euro fĂŒr eine schnelle 16GB-Karte, 99 Euro fĂŒr das „Plastik“-50mm. Nochmals 60 Euro fĂŒr den Batteriegriff mit zwei Akkus. Der 430 Ex-Blitz wird ĂŒbernommen, ebenso das 18-270 Tamron-Objektiv.

Der klappbare Bildschirm hat den Ausschlag gegeben. In Zukunft soll er bei „Untersicht“, „Draufsicht“, „um die Ecke helfen. Bei diesem Video war er noch „angeklappt“.

Die Situation: Ein akustisch schlechter Raum. Parteiveranstaltung. Keine Extras. Internes Mikro. Kein Licht. Kein Stativ.

Und keine Brille – die brauche ich mittlerweile. Einige UnschĂ€rfen waren geplant, andere nicht.

Automatisch fokussieren ist unter diesen schlechten Bedingungen ein GlĂŒcksspiel. Also wird die SchĂ€rfe meist per Hand gezogen. Arme statt einem Stativ aufgestĂŒtzt.

Die Kamera nimmt willig auf. Beim Ton wird klar – es geht. Man kann aus acht Metern Entfernung mit dem internen Mikro aufnehmen, besser wĂ€re aber ein optionales Richtmikro. Ein Stativ hier und da vielleicht, es geht aber auch so.

Die „Optik“ eines Zooms bietet Vorteile – man muss nicht wechseln. Aber auch alle bekannten Nachteile, vor allem die LichtstĂ€rke.

Die Situation bietet leider wenig „Schnibis“ – Schnittbilder. Ich mache ein paar, muss aber mit der Kontrolle der Bilder kĂ€mpfen – die Brille fehlt. DafĂŒr kann die 600D nichts.

Ein paar Szenen kriege ich nicht rein – nach kurzer Zeit klappt der Spiegel zurĂŒck. Man muss die Kamera wieder in „Bereitschaft“ versetzen. Gut zu wissen – das muss man einplanen.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Kamera – man kann ihr weder eigene UnzulĂ€nglichkeiten vorwerfen (Brille), noch schlechtes Licht, noch eine Kompromissoptik.

Als Canon-User finde ich mich sofort zurecht. Die 18 Megapixel zeigen eine andere Klasse auf, die sich lohnt. Die Video-Möglichkeiten werde ich austesten.

Erstaunlich: iMovie erkennt die Kamera nicht. Ich muss die Movies auf die Festplatte laden und von dort importieren.

Dann wird kurz und trocken geschnitten, getextet und eingesprochen. Achja, und eben nochmal ein neuer Kanal angelegt, denn bisher lief alles ĂŒber heddesheimblog – jetzt hat weinheimblog seinen eigenen youtube-Kanal.

FĂŒr einen Einsatz unter sehr widrigen Bedingungen hat die Kamera den ersten Test sehr gut bestanden. Ich freue mich darauf, mit ihr eine Verbindung einzugehen.

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