Sonntag, 11. Dezember 2016

Die zunehmende Verpressearbeitung ist keine Hilfe, sondern die Hölle

Pressesprecher Bullshit-Pingpong

Mannheim, 22. November 2013. (red) Was macht eigentlich den typischen Pressesprecher aus? Dass er ein Presseschweiger ist? Oder ein Presseverhinderer? Oder ein Pressebesch√§ftigungstherapeut? Was von vielen Unternehmen und Beh√∂rden urspr√ľnglich eventuell mal als „Professionalisierung der √Ėffentlichkeitsarbeit“ gedacht worden ist, hat sich vielfach zur Hauptursache f√ľr Magengeschw√ľre bei Journalisten entwickelt. Schafft sie ab, die Pressesprecher, die allermeisten bringen tats√§chlich schlechte Presse.

Anruf beim Fachmann: Guten Tag, ich h√§tte da ein paar Fragen zu…
Fachmann: Die darf ich Ihnen leider nicht beantworten, das muss √ľber unsere Pressestelle erfolgen.
Anfruf bei Pressesprecher: Guten Tag, ich h√§tte da ein paar Fragen zu…
Pressesprecher: Ok, ich suche den geeigneten Fachmann und melde mich wieder.
Antwort: Den habe ich schon gefunden. Herr Fachmann Darfnichtssagen.
Pressesprecher: Super, welche Fragen?
Antwort: Ich schicke sie Ihnen per email.

Einen Tag später.

Pressesprecher: Also, ich habe folgende Informationen f√ľr Sie.
Antwort: Besten Dank, daraus ergeben sich aber folgende Nachfragen.
Pressesprecher: Das kriegen wir hin, ich melde mich wieder.

Einen Tag später.
Pressesprecher: Also, ich habe die Antworten auf Ihre Fragegn.
Antwort: Daraus ergeben sich weitere Fragen. Kann ich nicht mit dem Fachmann selbst reden? Das w√ľrde das Verfahren verk√ľrzen.
Pressesprecher: Wir haben hier feste Regeln, wissen Sie doch. Und ich mach das doch gerne f√ľr Sie.

Stunden später.

Pressesprecher: So, das hätten wir auch geklärt, Herr Kollege.
Antwort: Sie sind nicht mein Kollege.
Pressesprecher: Wir arbeiten aber doch zusammen.
Antwort: Nein, ich bin Journalist und Sie sind Pressesprecher.
Pressesprecher: Ja, aber das ist doch fast dasselbe.
Antwort: Das ist √ľberhaupt nicht dasselbe.
Pressesprecher (schweigt kurz): Also, ich kann Ihnen noch folgendes mitteilen.
Antwort: Diese Zahl passt nicht zu dieser Zahl. Können Sie mir das erläutern?
Pressesprecher: Hm, da haben Sie recht. Das ist mir gar nicht aufgefallen. Sehr aufmerksam von Ihnen. Das muss ein Fehler sein. Ich frage nach und melde mich.
Antwort: Piss dann (gesprochen wie Bis dann).

Nächster Tag.

Pressesprecher: Das war tatsächlich ein Fehler. Gott sei Dank haben wir den gefunden.
Antwort: Ich habe ihn gefunden.
Pressesprecher: Ja, aber ich habe es aufgeklärt.
Antwort: Wir sind schon ein tolles Team, oder?
Pressesprecher: Finde ich auch. Und Kompliment, Herr Kol…, Herr Prothmann, Sie machen Ihre Arbeit sehr akribisch, erlebe ich selten.

Bericht wird veröffentlicht.

Pressesprecher: Unser Vorstand ist ein wenig ungehalten √ľber Ihren Bericht.
Anwort: Warum?
Pressesprecher: Na, ich hatte Ihnen das doch anders dargestellt.
Antwort: Stimmt.
Pressesprecher: Gestern fand ich noch, dass wir gut zusammenarbeiten.
Antwort: So ist das manchmal.
Pressesprecher: Aber das empfinde ich jetzt als Vertrauensbruch.
Antwort: Ist etwas falsch im Bericht?
Pressesprecher: Nicht direkt. Aber Ihre Sichtweise √ľberrascht mich schon, nachdem ich Ihnen die Sachlage – sogar teils im Vertrauen – dargelegt habe.
Antwort: Ich rede mit Quellen vertraulich. Sie sind ein Pressesprecher.
Pressesprecher: Man muss sich doch aber aufeinander verlassen können, mit Ihren Kollegen habe ich da nie Probleme.
Antwort: Meine Leser m√ľssen sich auf meinen Bericht verlassen k√∂nnen.
Pressesprecher: Ja, schon, aber m√ľssen Sie das so negativ darstellen?
Antwort: Verluste sind negativ. Und wenn Sie was anderes behaupten, täuschen Sie eine andere Lage vor.
Pressesprecher: Das lasse ich mir von Ihnen nicht unterstellen.
Antwort: Das brauche ich nicht zu unterstellen, das belegen Sie schriftlich in Ihrer Pressemitteilung und Ihren Ausk√ľnften.
Pressesprecher: Aber das ist doch ganz normal, dass man sich gut darstellen will.
Anwort: Da bin ich das erste Mal d’accord mit Ihnen.
Pressesprecher: Das freut mich.

Einige Wochen später:

Anruf bei Pressesprecher: Sie entlassen jetzt also x Leute?
Pressesprecher: Das können Sie so nicht sagen. Immerhin ist es uns gelungen, viele Arbeitsplätze zu sichern.
Antwort: Wollen Sie mir jetzt schon wieder vorschreiben, was ich berichten soll?
Pressesprecher: Nat√ľrlich nicht. Seien Sie doch nicht so empfindlich.
Antwort: Sie brauchen sich keine Sorgen um mich zu machen. Folgen weitere Entlassungen?
Pressesprecher: Das ist möglich, aber das wäre mir recht, wenn Sie das jetzt nicht schreiben.
Antwort: Warum sollte ich nicht?
Pressesprecher: Haben Sie kein Herz und Mitleid mit den Leuten? Die werden doch ganz unsicher.
Antwort: Die sind ganz unsicher und wollen wissen, was die Zukunft bringt.
Pressesprecher: Sie können schreiben, dass unser Vorstand alles Erdenkliche unternimmt, um die Arbeitsplätze zu sichern.
Antwort: Sie wollen mir also doch vorschreiben, was ich berichten soll?
Pressesprecher: Jetzt seien Sie doch nicht so kiebig. Darf ich Sie √ľbrigens auf unser Firmenfest einladen. Nat√ľrlich auf unsere Kosten. Es gibt leckere Sachen und eine zwanglose Atmosph√§re. Es gibt auch eine √úberraschung.

Das Pressefest findet ohne mich statt. Wie ich geh√∂rt habe, gab es Pr√§sente f√ľr die „Kollegen“.

Pressesprecher ruft an: Ich möchte Sie zu einem Hintergrundgespräch einladen.
Anwort: Um was soll es da gehen?
Pressesprecher: Das kann ich nicht sagen, sonst wäre es ja ein Hintergrundgespräch. Exklusiv im kleinen Kreis.
Antwort: Unter drei?
Pressesprecher: Ja Рder Vorstand hätte explizit Sie gerne dabei.
Antwort: Tatsächlich.
Pressesprecher: Also, unter uns, das habe ich bislang nur selten erlebt. Sie k√∂nnen sich geehrt f√ľhlen.
Antwort: Aber ich darf nichts dr√ľber schreiben?
Pressesprecher: Es wird im kleinen Kreis exklusiv √ľber wichtige Schritte des Unternehmens gesprochen.
Antwort: Und was haben meine Leser davon?
Pressesprecher: Na, Sie sind dann einer der top informierten Journalisten.
Antwort: Und was soll ich mit diesen Top-Informationen anfangen?
Pressesprecher: Im Hinterkopf haben, wenn Sie wieder √ľber uns berichten.
Antwort: Daf√ľr haben ich doch Sie und ihre wunderbaren Dienste.
Pressesprecher: Danke f√ľr das Kompliment.
Antwort: Bitte.
Pressesprecher: Und d√ľrfen wir Sie jetzt begr√ľ√üen?
Antwort: Nein.
Pressesprecher: Verraten Sie mir warum?
Antwort: Das haben Sie immer noch nicht verstanden?
Pressesprecher: Nein.
Antwort: Wieso √ľberrascht mich das jetzt nicht?
Pressesprecher: Was?
Antwort: Dass Sie das nicht verstanden haben.
Pressesprecher: Sie haben sicher Ihre Gr√ľnde.
Antwort: Habe ich. Schönen Tag.

√úber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr√ľndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr√§ts und Reportagen oder macht investigative St√ľcke.

  • hardyprothmann
  • Blabla

    Naja, bei Pressestellen von Unternehmen w√§re ich da nicht so „streng“. Bei staatlichen/polizeilichen Pressestellen sollte man allerdings etwas (dort gibt es auch eine Auskunftspflicht von Seiten der Pressestelle, bei Unternehmen nicht). Bei staatlichen Stellen w√ľrde ich mich √ľber einen Anruf nach einem kritischen Artikel wundern und ggf. schauen, ob das nicht wenigstens die n√§chste kritische Story ist. Bei privaten Unternehmen bin ich da nicht so, Solange es nicht n√∂tigend oder einsch√ľchternd (wirklich im strafrechtlichen Rahmen) ist, ist es doch legitime Lobbyarbeit, bin da einfach resistent. Soll der mich doch vollquatschen, ich schreibe trotzdem, was ich f√ľr richtig halte. „Wollen Sie mir vorschreiben…?“ ist doch eine unn√∂tige Frage. Nat√ľrlich w√ľrde er das gerne, darf er nicht und w√ľrde er auch niemals sagen.

  • Thomas P. Reiter

    Ja nee is klar, Pressesprecher sind keine Journalisten und √ľberdies in der Regel inkompetent und Journalisten sind schlau und Blogger sind Journalisten. L√§cherlich.

    • hardyprothmann

      Herr Reiter,

      wir k√∂nnen gerne inhaltlich debattieren. F√ľhlen Sie sich dazu gewappnet?

      ūüėÄ

      • Das ist einer Ihrer besten Artikel!

        Die Frage, welche Aufgaben ein „Pressesprecher“ hat, wird im Artikel jedenfalls herrlich durch die Art und Weise, wie der „Journalist“ agiert, beantwortet: Weil „gew√∂hnliche“ Menschen, die einfach nur ihrer Arbeit nachgehen und nicht unbedingt in Sachen Medienkompetenz geschult sind, sich noch viel mehr von solch unfreundlichen und arrogant wirkenden „Journalisten“ einlullen lassen w√ľrden. Pressesprecher sind sozusagen eine Art Pufferzone, damit z. B. Vorstandsmitglieder nicht direkt von jedem Gemeindeblattjournalisten bel√§stigt werden. In der Diskothek w√ľrde man ihn auch als „T√ľrsteher“ bezeichnen.

        Einen guten „Journalisten“ zeichnet auch aus, dass er Stil hat und mit denjenigen, von denen er sich Informationen erhofft, damit er daraus einen Artikel formen und seinen Lebensunterhalt verdienen kann, respektvoll umgeht. In dem angebrachten Dialog sehe ich diesen leider nicht. Allein schon die unfreundliche Reaktion auf das Wort „Kollege“ wirkt sehr arrogant und zeigt deutlich, auf welch hohem Ross sich so mancher Journalist in seiner Aufgabe w√§hnt. Wunderbar gezeichnet!
        Dabei sollte ja gerade im s√ľddeutschen Sprachraum klar sein, dass das Wort „Kollege“ heutzutage nicht mehr nur die reine Berufsbezeichnung betrifft, sondern z. B. auch „Freund“, „Kamerad“ oder auch tempor√§r f√ľr einen Beteiligten an einer gemeinsamen Sache. Diese Sache bzw dieses „Kollegiat“ war in diesem Fall durch den gemeinsamen Informationsschatz ja sogar durchaus gegeben. Die Bezeichnung „Kollege“ w√§re also durchaus angebracht gewesen. Herrlich, wie sich der beschrieben Journalist davon abheben m√∂chte. Wirklich hervorragend getroffen!

        Aber so richtig perfekt wurde der Artikel durch die oben gegebene Antwort auf den Kommentar: In dem sich der „Blogger“ zwar vom „Pressesprecher“ als „Kollegen“ abgrenzen m√∂chte, sich aber daran zu st√∂ren scheint, dass „Journalisten“ eine Grenze zu „Bloggern“ ziehen. Diese Ambivalenz, gro√üartiges Kino! Und wieder so herrlich von oben herab geschrieben.
        „Hardy Prothmann“ ist eine gro√üartige Kunstfigur, ich lese die Artikel wirklich gerne.

      • Thomas P. Reiter

        Sorry Herr Prothmann, aber man kann ja in Ihrem Beitrag oben schon keinerlei inhaltlichen Ansatz erkennen sondern nur Plattit√ľden. Von daher lohnt das sicher kaum. (Muss ich da jetzt auch irgend so einen albernen Smiley darunter setzen um als satisfaktionsf√§hig anerkannt zu werden?)

  • peingebraeck .

    Und der Vorwurf w√§re jetzt? Der Pressesprecher will seine Arbeit „verkaufen“ und der Journalist die eigene. Sowas doofes aber auch. Und beide legen interpretierbare Sachlagen nach der eigenen Sicht aus. Noch schlimmer. Aber der Journalist hat nat√ľrlich Recht. Also, der richtige!
    Mir ist vor allem ein R√§tsel, inwiefern der oben zu lesende Text nun ein Beispiel f√ľr die √úberfl√ľssigkeit von Pressesprechern sein soll. In eminen Augen macht der Pressesprecher in dem Beispiel genau das, wof√ľr ein Unternhemen sich einen Pressesprecher geleistet hat. Man kann doch jetzt nicht ernsthaft behaupten, blo√ü weil man selbst lieber versuchen w√ľrde mit einem sich wom√∂glich leichter verplappernden Experten zu reden, sei eine Pressestelle jetzt √ľberfl√ľssig.

  • Robin Dietrich

    Och, also ich musste schmunzeln. Nettes Schmankerl zum Abend ūüėÄ

  • SJ

    Da ich beide Seiten kenne (erst 2 Jahre Zeitungsredakteur, dann PR-Manager in
    einem Industriekonzern), erlaube ich mir mal, das aus meiner Sicht zu
    kommentieren.

    Im geschilderten Fall verstehen beide Seiten ihre Rolle und die des
    anderen falsch. PR-Leute, die glauben, mit den ‚Äělieben Kollegen‚Äú dealen
    und so die Story drehen zu können, liegen in der Regel daneben. Ebenso wie
    Journalisten, die Pressesprecher f√ľr Dienstleister halten, die auf Anfrage
    die sprichwörtliche Hose runterlassen.

    In Wahrheit haben beide Seiten nahezu komplett divergierende Interessen.
    Der Journalist hat eine These und braucht daf√ľr Fakten und O-T√∂ne aus dem
    Unternehmen (als einigermaßen erfahrener PR-ler reichen mir in der Regel
    Medium, Name und Fragen, um erraten zu können, was die Story sein wird und
    oft genug auch, wie die √úberschrift lauten wird ‚Äď in der Regel f√ľr das
    Unternehmen keine nur angenehme Story, sonst wäre sie uninteressant).

    Als PR-Mann antworte ich dann so, wie ich es f√ľr richtig und im Interesse meines
    Unternehmens halte. Allerdings fällt die Antwort nicht immer zu umfassender
    Zufriedenheit des Journalisten aus, denn ich erzähle selbstverständlich MEINE
    Story und meine Sicht (nat√ľrlich mit korrekten Fakten). Hin und wieder reagieren
    Journalisten mit √Ąrger und Unverst√§ndnis, warum die Fragen nicht vollst√§ndig
    beantwortet werden, sie nicht mit dem und dem Experten selbst sprechen können
    etc.

    Aber das Verhältnis beider Seiten ist eben nicht nur das von Kunde und
    Dienstleister ‚Äďdas verstehen beide mitunter falsch. Sicher auch,
    weil die Unternehmens-PR sich gern als ‚ÄěDienstleister‚Äú f√ľr Medien
    darstellt. Das ist aber nur eingeschränkt richtig, denn
    meine Dienstleistungen bestimme ich. Und f√ľr Journalisten besteht meine
    Dienstleistung darin, dass sie zuverlässig und rasch eine faktensichere
    Antwort erhalten. Nicht darin, dass ich alle Fragen (manchmal auch
    Unterstellungen) allumfassend beantworte oder gar beliebige
    Ansprechpartner im Unternehmen befragt werden können. Letzteres ist
    in der Regel nicht realistisch. Schon gleich gar nicht in
    börsennotierten Unternehmen (wie meinem), in denen alle Informationen an
    Medien potenziell b√∂rsenkursrelevant sind (kapitalmarktrechtlich „Material
    Information“ genannt) und entsprechend freigegeben werden m√ľssen.
    Aber auch telefonisch befragte Sekret√§rinnen, die sich √ľber das Interesse
    anrufender Journalisten freuen und dann frei von der Leber erzählen, was sie
    schon immer √ľber das Unternehmen loswerden wollten (ich spreche
    aus Erfahrung), f√ľhren zu halbgaren Informationen und helfen niemandem
    weiter.

    Deshalb akzeptieren Profis, dass die PR-Abteilung entscheidet, ob, wie und mit wem
    im Unternehmen der Journalist spricht. √Ąhnlich ist das bei Hintergrundgespr√§chen: Entweder es gibt Hintergrundrunden mit Spielregeln ‚Äď oder eben gar keine Infos mehr. Bei mir dienen solche Runden zum Beispiel dazu, zu erl√§utern, welche Themen gerade akut wettbewerbsrelevant sind und wir deshalb nicht oder nur eingeschr√§nkt √∂ffentlich dr√ľber reden k√∂nnen. Bei meinen Kontakten st√∂√üt das auf Verst√§ndnis.

    Ich meine, beide Seiten gewinnen, wenn sie ihr Verhältnis als das zweier
    Verhandler um die öffentliche Wahrnehmung zu einem bestimmten Sachverhalt
    verstehen. Und diese Verhandlungen werden ‚Äď wie andere auch ‚Äď mit gleich
    langen Spie√üen und gern hart in der Sache gef√ľhrt. Manchmal ist dabei die
    eine Seite im Vorteil (wenn der Journalist z. b. schon Whistleblower-Infos
    hat), manchmal die andere (wenn ich exklusiv eine Geschichte oder ein
    Vorstands-Interview anbiete ‚Äď dann wanzen sich pl√∂tzlich auch manche
    Journalisten als ‚ÄěKollegen‚Äú ran‚Ķ). In jedem Fall gilt: Meine Antworten sind genauso taktisch wie Ihre Fragen.

    Warum manche Journalisten √ľber das Procedere so genervt sind, liegt nach
    meinem Gef√ľhl daran, dass sie in die Moralfalle tappen. Sie f√ľhlen sich in
    der Auseinandersetzung moralisch √ľberlegen. Denn sie tun es f√ľr die Leser,
    die √Ėffentlichkeit, die Gesellschaft, die Wahrheit, die Demokratie ‚Ķ Dann
    kann der PR-Mann nur ein Ausbremser, Verstecker, irgendwie Verdächtiger
    sein. In Wahrheit sind Journalisten im Meinungsmarkt Akteure mit einer
    Agenda wie andere auch. Wenn manche Journalisten das nicht akzeptieren, löst das nur zweierlei aus. Frust beim Journalisten. Und ein Schulterzucken bei mir als
    Pressesprecher.

    Soweit meine bescheidene Sichtweise, die Ihren Job sicher nicht leichter
    macht. Meiner ist es allerdings auch nicht.

    Further Reading:
    http://www.rrpartnersblog.com/2013/11/22/real-question-isnt-ifwhy-reporters-hate-pr-people-anyone-care/

    • hardyprothmann

      Guten Tag!

      Sie haben das falsch verstanden – ich arbeite gerne mit Profis zusammen. Die aber sind selten.

      • transmitter

        „ich arbeite gerne mit Profis zusammen“

        Schon klar, wer tut das nicht? Das Problem ist nur das SIE gern nach IHREN Kriterien festlegen, wer PR-Profi ist und wer nicht. Ist so ein bisschen, wie wenn vor dem Duell der FC Bayern festlegt, wer bei Barcelona aufgestellt wird…