Freitag, 28. April 2017

Klare Sache für die Meinungsfreiheit

Guten Tag!

Es vergeht kaum ein Tag, an dem in Deutschland nicht ein neues Blog an den Start geht. Und das ist gut so. 🙂

Im August ist das http://klaerwerk-blog.de in Blankenfelde gestartet – für die Gemeinde mit ihren fünf Ortsteilen sowie für den Landkreis Teltow-Fläming.

Wer steckt dahinter? Das lesen Sie hier: http://www.klaerwerk-blog.de/impressum/

Herr Blunk ist ein Bürger in Blankenfelde. Einer, der sich politisch engagiert.

Und er ist nicht alleine. Es gibt wohl einige, die mit ihm zusammen unzufrieden sind, was in deren Gemeinde vor sich geht.

Diese Bürger wollen sich nicht mehr auf die lokale Presse verlassen, weil sie sich von der verlassen fühlen (in diesem Fall die MAZ, die Märkische Allgemeine Zeitung). Sie wollen sich auch nicht auf kommunale Mitteilungen verlassen. Und schon gar nicht auf die Kombination einer vermutlich gesteuerten „Öffentlichkeitsarbeit“. Sie wollen öffentliche Kommunikation, mithin Meinungsfreiheit, selbst in die Hand nehmen.

Herr Blunk hat mich um Rat nachgefragt – denn mein Konzept von Lokaljournalismus hat ihn und seine Mitstreiter überzeugt ( http://heddesheimblog.de/2010/07/02/in-eigener-sache-berichte-uber-das-heddes… ).

Und mein Credo, dass wir in einem wunderbaren Rechtsstaat leben, der die Meinungsfreiheit ins Grundgesetz geschrieben hat – siehe Artikel 5 (einfach googeln) – und diese Möglichkeit, die eigene Meinung zu äußern, nutzen sollten.

Jeder hat zu allem Möglichen eine Meinung, sie zu äußern, unterliegt gewissen Bedingungen.

Herr Blunk und andere wollten von mir wissen, wie das geht.

Dazu habe ich das http://klaerwerk-blog.de beraten: technisch und journalistisch. Auchpresserechtliche Fragen wurden erörtert – das ist wichtig, kann es doch schnell zu kostenintensiven rechtlichen Auseinandersetzungen kommen (http://prothmann.posterous.com/der-teuerste-artikel-meiner-karriere), wenn es um die „Ehre“ geht.

Eigentlich wollten die Klaerwerker erst im September richtig aktiv werden. Tatsächlich haben sie schon im August 2010 begonnen.

Und einer der ersten Beiträge wurde sogleich als „billige Verunglimpfung“ kommentiert ( http://www.klaerwerk-blog.de/2010/08/21/burgermeister-baier-und-das-angeln-na… ).

Ob alles richtig und solide ist, was die Klaerwerker veröffentlichen, müssen sie selbst entscheiden und verantworten. Auch das gehört zur Meinungsfreiheit.

Ob alles Sinn macht, was Kommentatoren schreiben, fällt unter dieselbe Kategorie: Meinungsfreiheit.

Was mich freut, ist, dass die Klaerwerker schon Aufmerksamkeit erhalten haben und anscheinend alles daran setzen, diese weiter zu erhalten.

Auch das ist gut so.

Die ersten Reaktionen erinnern mich an das http://heddesheimblog.de.

Störrisch, vorwurfsvoll, rechthaberisch reagieren die, die gewohnt waren, immer „recht“ zu haben.

Was diese Menschen so zornig macht, ist, dass sie keine Chance haben (außer teuren Rechtsverfahren), ihren neuen Widersachern das Maul zu verbieten.

Was diesen Menschen nicht einfällt, ist, dass dieser Zorn schon lange auf der „anderen Seite“ herrscht.

Und was viele in der „etablierten“ Politik noch nicht verstanden haben, ist, dass es gar kein Zorn sein muss, sondern eine demokratische Sorge , eine Nachrage aufgrund von Nachdenken dafür sorgen kann, dass selbst ein BuPrä schneller aus dem Amt ist, als man es glauben kann.

Oder jemand lügt. Oder jemand versucht, sich einen Vorteil zu verschaffen. Oder, oder.

Das http://Klaerwerk-Blog.de hat von mir dazu eine Starthilfe gegen Honorar erhalten. Und ich wünsche den Machern eine gute Hand bei ihrem Anliegen, die öffentliche Meinung mitzugestalten.

Ob nun jemand „verunglimpft“ wurde oder nicht, ist vor Ort entscheidend. Wenn der Mensch, der diese Meinung geäußert hat, vor Gericht ziehen will, wird das auch in örtlicher Zuständigkeit entschieden weren müssen. Der entsprechende Kommentar war aber so „billig“, dass die Betreiber des http://klaerwerk-blog.de mit Sicherheit davon ausgehen können, dass sie den richtigen Nerv getroffen haben. Ein Betroffener hat gebellt. Beißen wird er eher nicht – zumindest in diesem Fall.

Die Klaerwerker werden damit rechnen müssen, dass gebissen wird. Heftig und infektiös, wenn es aus Sicht „gewisser Interessen“ sein muss.

Dabei werde ich die Macherzumindest anfangs beraten.

Dabei spielt es für mich überhaupt keine Rolle, ob die Klaerwerker eher links stehen, konservativ oder grün oder sonstwas sind, solange sie sich mir gegenüber demokratisch äußern und nachvollziehbare Fragen stellen. Und das haben sie gemacht.

Die Meinungsfreiheit ist ein sehr hohes Gut, eines, das für eine Demokratie unerlässlich ist. Jeder darf sich seine Meinung bilden und jeder darf sich bemühen, an der Meinungsbildung mitzuwirken.

Das versuchen die Klaerwerker.

Viel Erfolg damit.