Montag, 10. Dezember 2018

Kennen Sie Klaus Wolfrum? Das ist der Typ, der überall im Netz zu finden ist.

Heddesheim/Erlangen, 27. April 2011. Die Kommentarfunktion ist ein Haufen Arbeit. Ein toller Service. Etwas, dass die Kommunikation übers Internet besonders, anders, offener, interessanter… macht, leider aber auch manchmal nerviger. Denn wo Licht ist, ist auch Schatten. Insofern gehören Nervensägen dazu und ergeben immer mal wieder eine Geschichte, die auch erzählt werden kann. Aktuell geht es um die Klaus Wolfrum, „Internetunternehmer“ aus Erlangen. Klaus Wolfrum ist so eine Art von Standard, die man häufig im Internet findet, aber selten so gut dokumentiert.

Von Hardy Prothmann

Klaus Wolfrum ist ein Internetunternehmer. Ein ganz smarter Typ, der sich auskennt und das auch gerne kund tut.

Auf einem meiner Blogs hinterlässt er einen Kommentar, der einige Sachen behauptet, ohne Belege auskommt und per Angabe der eigenen Internetseite einen gewissen werblichen Charakter hat.

Ich habe den Kommentar deshalb nicht veröffentlicht und Herrn Wolfrum vorgeschlagen, dass er gerne Werbung für seine „Dienstleistungen“ schalten kann.

Das ist übrigens Herr Wolfrum. Klicken Sie auf das Bild, um das Video „in eigener Sache“ zu starten. Das Video lässt sich nicht stoppen. Aber keine Sorge, es ist nicht sehr lang und durchaus witzig – vor allem die Mimik.

Wolfrum in Action in Sachen "Kontaktanbahnung". Quelle: Wolfrum.de

Unsere kurze email-Korrespondenz hat Herr Wolfrum zum Anlass genommen, daraus einen Beitrag für seinen „posterous“-Blog zu schreiben. Herr Wolfrum beschreibt darin den Vorgang aus seiner Sicht.

Kommentar gelöscht - heiße Nachricht für Klaus Wolfrum.

Und Herr Wolfrum schreibt:

Vielleicht habe ich die Kommentarspielregeln und evtl. Kritisierungsfreiheiten einfach da noch nicht so recht begriffen.
Werde mich bessern; liebes heddesheim-Blog und seinem Betreiber-)

Ganz sicher ist, dass Herr Wolfrum mindestens Probleme mit der Grammatik hat und seine Formulierungskünste noch den ein oder anderen Schliff gebrauchen könnten.

Auch seine Augenbrauen-Technik im Video könnte man noch etwas „optimieren“. Und vielleicht sollte man seiner „Website“ noch die ein oder andere „modernere“ Note verpassen.

Aber das ist Ansichtssache. Und immerhin hat Herr Wolfrum Kunden. Einer davon ist „Völk Orthopädie“.

Mit dem von Herrn Wolfrum „umgesetzen“ Internetauftritt ist der Beweis erbracht, dass man auch im Jahr 2011 einem Kunden immer noch eine „Lösung“ aus dem Jahr 1998 verkaufen kann – da hat Herr Wolfrum nämlich angefangen, „Unternehmer“ zu werden.

Modernstes Web-Design und "state-of-the-art-communications" aus dem Hause Wolfrum.

Ob sich „Völk“ die Farbe oder die Form selbst ausgesucht hat oder Herr Wolfrum hier kreativ tätig war… interessiert mich nicht. Ich wünsche dem Unternehmen Völk und Herrn Wolfrum alles Gute mit dieser „Lösung“, die Herr Wolfrum so bewirbt:

Mit einem gut durchdachten Konzept realisieren wir eine tatsächlich an Ihren Bedarf zugeschnittene Lösung für Ihre Internetpräsenz. Individuell heißt hier keinesfalls extra oder teuer. Ganz im Gegenteil: Das Intenet bietet den Vorteil einer Skalierbarkeit von Möglichkeiten. Alles kann mit der Zeit und dem steten Erfolg wachsen.

Alles kann mit der Zeit und dem steten Erfolg also wachsen. Das ist gut zu wissen.

Komischerweise fiel mir in Zusammenhang mit Herrn Wolfrum und seiner Kommentarschreiberei und seiner Unternehmertätigkeit und seiner Veröffentlichung ein Film ein, den ich vor kurzem gesehen habe:

 

Natürlich haben Aschenbecher und Herr Wolfrum nichts miteinander zu tun – bis auf die Tatsache, dass man sich manchmal „angemacht“ fühlt und nicht wie der Herr Hassknecht schreien und sich so aufregen sollte.

Das Netz bietet viele Kontaktmöglichkeiten – aber es sind Möglichkeiten. Und das ist gut so.

Denn nicht jeder Kontakt muss und soll „stetig“ wachsen. Es gibt auch Kontakte, bei denen man froh ist, wenn sie kurz und schmerzlos vorbei sind.

Mit der Zeit werden das vermutlich auch Menschen wie Herr Wolfrum verstehen. Sie werden trotzdem kreischen und ein wenig Aufmerksamkeit wollen und ab und an kriegen sie die auch, wie dieser Artikel beweist. Und sei es nur zur Dokumentationszwecken.

Ob es Klaus Wolfrum wirklich gibt, weiß ich nicht. Das habe ich nicht überprüft. Das Phänomen Klaus Wolfrum gibt es aber. Jeder, der ein wenig mit dem Internet zu tun hat, weiß, wovon ich schreibe.

Fortsetzung folgt.

Update, 29. April 2011

Ob ich hellsehen kann, weiß ich nicht, aber dass Herr Wolfrum das letzte Wort würde haben wollen, habe ich vermutet. Der nachfolgende Kommentar wurde von ihm nicht mehr frei gegeben und gelöscht. Warum nur?

 

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