Montag, 01. Mai 2017

Glückwünsch Holger! Elf Leichen und ein Preis :-)

Mein Freund Holger Karsten Schmidt hat den 46. Grimme-Preis bekommen.

Das freut mich sehr für Holger und seinen schrägen Filmstoff: Mörder auf Amrum.

Preisträger

Die Jury schreibt:

Was dann zur Frage führt: Wann gab es schon einmal elf Leichen in einem 90-minütigen Fernsehfilm? In den Annalen des Adolf-Grimme-Preises dürfte man kaum fündig werden. „Mörder auf Amrum“ wurde deshalb von Fernsehkritikern auch mit Film-Grundlinien der Coen-Brüdern verglichen. Doch der Film von Holger Karsten Schmidt und Markus Imboden ist keineswegs einfach ein deutsches „Fargo“, trotz manch ähnlicher Tonlage und Konstellation: mit einer eindringlichen Mischung aus Brutalität, Situationskomik und Lakonie.“

Holger und die Coen-Brothers in einem Atemzug? Verwegen?

Nein. Wer Holger kennt, weiß, dass er sein Hirn zum Denken benutzt, unbequem ist und einen Stoff auch mal zurückzieht, wenn ihn Redakteure nerven.

Wahrscheinlich ist er der einzige Drehbuchautor in Deutschland, der sogar schon einmal „Schmerzensgeld“ verlangt und bekommen hat: Was war passiert? Ein ARD-Redakteur hat ihn so sehr genervt, dass er dafür Schmerzensgeld verlangt hat – der betreffende Sender hat gezahlt. Doch das ist eine andere Geschichte.

Ich freue mich auf den nächsten Film!

P.S. Holger hat übrigens das neue SWR-Stuttgart-Tatort-Team entwickelt. Erfrischend, anders, spannend.

  • Torsten Meise

    Sehr schön, war ein wirklich großartiger Krimi, und nicht nur, weil wir ab und zu auf Amrum sind.