Samstag, 23. September 2017

Fanpost

Guten Tag!

Was macht man nach dem Ostereier suchen?

Man öffnet die Briefe, für die man in den vergangenen Tage keine Zeit hatte und findet weitere Osterüberraschungen.

Lauter Fanpost.

Vorösterlich hatte mich ja schon die MM-Redakteurin Anja Görlitz überrascht:

Und mein posterous-Beitrag: Was will Lokaljournalismus eigentlich?

hat mir folgende Fanpost eingebracht, bei der sich jemand richtig Mühe gegeben hat:

Click here to download:

fanpost1.pdf (108 KB)

 

Doch damit nicht genug. Auch der Bayerische Journalistenverband hat mir geschrieben.

Erst war man glücklich und zufrieden, mich ohne Honorar für den Süddeutschen Journalistentag 2010 aufs Podium eingeladen zu haben:
FORUM LOKAL: Regional, lokal, hyperlokal (sic!) – wer näher dran ist, gewinnt? Wie Lokalprofis, Blogger & Bürgerreporter Leser finden.

Im Begleittext steht:

 

Doch dann gab es „Hinweise“ – und der BJV und dessen Vorsitzender Dr. Wolfgang Stöckel stellte entsetzt fest, dass ich mir das „Recht der freien Meinungsäußerung unterordnen“ will.

 

Und irgendwie liest sich das, was Herr Dr. Stöckel so schreibt, wie das, was mir bereits der Anwalt Kurt Braun im Namen von Frau Görlitz geschrieben hat.
Herr Dr. Stöckel scheint zudem die graue Eminenz im „Moralausschuss“ des BJV zu sein.

Sicherlich gibt es hier keine Verbindung – wer würde denn auf so eine Idee kommen? Nur Verschwörungstheoretiker.

Andererseits: Dass man nicht paranoid ist, heißt ja nicht, dass nicht trotzdem jemand hinter einem her ist…

Ist es nur ein Zufall, dass dieser Anwalt Seminare für den DJV gibt, zu dem ja auch der BJV gehört?

Ist es Zufall, dass auch ein Ressortleiter Lokales vom Mannheimer Morgen versuchte, mich bei einer ifp-Veranstaltung zu „empfehlen„? Der schrieb an die Veranstaltungsleitung: „Wissen Sie, wen Sie sich da eingeladen haben?

Ist es Zufall, dass die viele Fanpost in einem Zeitraum von zwei Wochen geschrieben wurde?

Oder hat das Methode?

Wie auch immer.

Seltsam ist das schon – erst will der BJV möglichst streitbare Leute auf dem Podium – und kaum gefunden, lädt man sie wieder aus.

 

Ich finde das reichlich verwunderlich. Und da es ja heutzutage nicht so einfach ist, streitbare Journalisten zu finden, schlage ich dem BJV die Frau Görlitz vom MM vor:

Die Dame ist durch „scheinbare Verunglimpfungen“ schließlich bekannt geworden und auch streitbar, wie sich vor kurzem gezeigt hat.

 

Hardy Prothmann

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  • eikewenzel

    Lieber Hardy Prothmann,ich habe den Artikel von Ihnen damals auch gelesen und mich furchtbar dar├╝ber aufgeregt. Das war Chauvinismus unterster Kategorie! Ich w├╝rde mich f├╝r das Missgeschick einfach entschuldigen. In der Hitze des Gefechts kann so was mal vorkommen, aber man kann es nicht auf sich beruhen lassen. Ansonsten finde ich Ihr Projekt interessant, gef├Ąhrden Sie es nicht durch den Fauxpax.Beste Gr├╝├čeEW

  • Hardy Prothmann

    Guten Tag Herr Dr. Wenzel!Danke f├╝r Ihren Kommentar.Ich habe mich bereits mehrmals zu dem Text ge├Ąu├čert:http://heddesheimblog.de/2010/04/01/wenn-spielraume-ausgereizt-sind/http://prothmann.posterous.com/frau-gorlitz-und-ichSie haben sich – wie andere auch – ├╝ber diesen einen Text „furchtbar aufgeregt“. Dann k├Ânnen Sie in etwa nachvollziehen, wie oft ich mich schon seit Monaten ├╝ber viele andere Texte sehr aufgeregt habe.Teils noch mehr ├╝ber die Texte, die nie erschienen sind – entweder, weil es an Kompetenz fehlte, aus vorhanden Informationen etwas zu machen oder weil es zuerst beim heddesheimblog stand und damit das Thema „verbrannt“ war oder aus anderen Gr├╝nden.Durch die Formulierungen im Kommentar habe ich mein eigentliches Ziel verfehlt: Das erachte ich als meinen Fehler und ├╝ber den habe ich mich selbst am meisten ge├Ąrgert.Wor├╝ber sich die wenigsten im Zusammenhang mit diesen Text aufgeregt haben, ist die Aussage in der Sache – und nur um die ging es: das Anprangern eines Journalismus, der keinen Ehrgeiz mehr hat und nur noch diktierte Botschaften transportiert.Vergessen Sie den Chauvinismus – damit hat der Text nun wirklich gar nichts zu tun. Es ist mir vollkommen egal, ob eine Frau oder ein Mann f├╝r diese billige Berichterstattung verantwortlich zeichnet.Im Gegensatz zu anderen, die nicht zu dem stehen wollen, f├╝r das sie verantwortlich sind, entschuldige ich mich nicht f├╝r den Text, weil er meine Meinung wiedergibt:Die Berichterstattung der Lokalredaktion des Mannheimer Morgens zur geplanten Unternehmensansiedlung „Pfenning“ in Heddesheim ist billig, ohne Ehrgeiz, anbiedernd, verl├Ąuft weitestgehend ohne Recherche, basiert auf Terminberichterstattung und ist im Gro├čen und Ganzen nichts anderes als Hofberichterstattung. Hinzu kommt, dass den LeserInnen Informationen vorenthalten werden.Ganz im Gegenteil finde ich es erstaunlich, welche „Folgen“ dieser „Fehler“ „aufdeckt“: An den Reaktionen kann man gut erkennen, welcher Geist die andere Seite antreibt.Vielleicht halten Sie mich ja f├╝r bekloppt, wenn ich mich frage:Warum fordert eigentlich niemand den MM auf, mal eine ordentliche Arbeit abzuliefern?Warum fragt sich niemand, mit welchem Recht ein BJV von mir eine Entschuldigung f├╝r einen Vorgang verlangt, der nicht in seinem Zust├Ąndigkeitsbereich liegt?Wie feige und verlogen sind die, die sich jeglicher Verantwortung durch anonyme Beleidigungen entziehen?Wie viel Ehre hat eine Redaktion noch im Leib, die wei├č, dass andere Journalisten behindert werden und das nicht etwa anprangert, sondern f├╝r die eigenen Zwecke ausnutzt?Wer regt sich dar├╝ber auf, dass diese Form der angepassten Berichterstattung seit Jahren dazu f├╝hrt, dass der Journalismus mehr und mehr an Glaubw├╝rdigkeit einb├╝├čt?Unabh├Ąngig davon bin ich ganz sicher, dass ein „Fauxpas“, der nicht gefallen hat, „mein Projekt“ ganz sicher nicht gef├Ąhrdet – die Gefahren liegen woanders.Beste Gr├╝├čeHardy Prothmann