Samstag, 17. August 2019

Viele Zeitungen versagen stÀndig bei der Moderation von Facebook-Kommentaren

Das Ding abhacken

Mannheim/Koblenz, 09. Juli 2014. Die Rhein-Zeitung berichtet ĂŒber einen Fall von Kindesmissbrauch und stellt den Text auf die eigene Facebook-Seite. Kurz drauf fĂ€ngt die Schwanz-ab oder HĂ€ngt-ihn-höher-Fraktion an zu kommentieren. Niemand muss sich von solchen Kommentaren ĂŒberraschen lassen – sie kommen immer. Die Frage ist: Moderiert man diese, sprich, löscht man Kommentare und verĂ€rgert damit möglicherweise „die Leser“ oder geilt man sich an der Zahl der Kommentare auf und kalkuliert knallhart: Je hĂ€rter und böser, desto mehr Aufmerksamkeit? Die Frage, welche Verantwortung man hat, blendet man dann am Besten einfach aus.

Man könnte ja noch meinen, der Post sei am Tag vorher erfolgt und die bösen Kommentare kamen nachts – weit gefehlt. Der Artikel wurde gegen 07 Uhr morgens gepostet und die bösen Kommentare ließen nicht lange auf sich warten. KĂŒmmert sich eigentlich der Deutsche Presserat um diesen Dreck?

 

ding abhacken rheinzeitung

Öffentliche Kommentare auf der Facebook-Seite der Rhein-Zeitung – hier darf man seinen Gewaltphantasien freien Lauf lassen. Quelle: FB-Seite Rhein-Zeitung.

 

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