Samstag, 23. September 2017

Viele Zeitungen versagen ständig bei der Moderation von Facebook-Kommentaren

Das Ding abhacken

Mannheim/Koblenz, 09. Juli 2014. Die Rhein-Zeitung berichtet √ľber einen Fall von Kindesmissbrauch und stellt den Text auf die eigene Facebook-Seite. Kurz drauf f√§ngt¬†die Schwanz-ab oder H√§ngt-ihn-h√∂her-Fraktion an¬†zu kommentieren. Niemand muss sich von solchen Kommentaren √ľberraschen lassen – sie kommen immer. Die Frage ist: Moderiert man diese, sprich, l√∂scht man Kommentare und ver√§rgert damit m√∂glicherweise „die Leser“ oder geilt man sich an der Zahl der Kommentare auf und kalkuliert knallhart: Je h√§rter und b√∂ser, desto mehr Aufmerksamkeit? Die Frage, welche Verantwortung man hat, blendet man dann am Besten einfach aus.

Man k√∂nnte ja noch meinen, der Post sei am Tag vorher erfolgt und die b√∂sen Kommentare kamen nachts – weit gefehlt. Der Artikel wurde gegen 07 Uhr morgens gepostet und die b√∂sen Kommentare lie√üen nicht lange auf sich warten. K√ľmmert sich eigentlich der Deutsche Presserat um diesen Dreck?

 

ding abhacken rheinzeitung

√Ėffentliche Kommentare auf der Facebook-Seite der Rhein-Zeitung – hier darf man seinen Gewaltphantasien freien Lauf lassen. Quelle: FB-Seite Rhein-Zeitung.

 

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